Google Workspace und Microsoft 365 sind bequem, keine Frage. Aber Ihre Daten liegen bei US-Konzernen, die Abrechnung läuft pro Nutzer und Monat, und beim Datenschutz bleibt ein ungutes Gefühl. Nextcloud ist die offene Alternative, mit der Sie die Kontrolle über Ihre Unternehmensdaten zurückbekommen. Dieser Artikel zeigt den Funktions- und Kostenvergleich und wie ein Wechsel abläuft.

Was Nextcloud kann

Nextcloud bündelt das, wofür sonst mehrere Dienste nötig sind: Dateiablage, Kalender, Kontakte, gemeinsames Arbeiten an Dokumenten, Chat und Videokonferenzen. Der entscheidende Unterschied liegt darunter. Die Plattform läuft auf einem Server Ihrer Wahl, nicht in einer fremden Cloud, in die Sie keinen Einblick haben. Office-Dokumente lassen sich direkt im Browser bearbeiten, gemeinsam und in Echtzeit.

Nextcloud, Google Workspace und Microsoft 365 im Vergleich

Der wichtigste Unterschied ist das Preismodell: Nextcloud rechnet nicht pro Nutzer ab. Diese Übersicht stellt die drei Lösungen gegenüber (Richtwerte, Stand 2026):

KriteriumNextcloud (gehostet)Google WorkspaceMicrosoft 365
Abrechnungpauschal, unabhängig von der Nutzerzahlje Nutzer und Monatje Nutzer und Monat
ServerstandortDeutschlandvorrangig USAvorrangig USA
Datenhoheitbei Ihnenbeim Anbieterbeim Anbieter
Vendor-Lock-ingering (offene Standards)hochhoch
Einstiegspreisab 9,90 € / Monat gesamtca. 6 bis 12 € je Nutzer / Monatca. 6 bis 13 € je Nutzer / Monat

Für ein Team von zehn Personen macht das einen deutlichen Unterschied: Wo die US-Dienste mit jedem Kopf teurer werden, bleibt der Preis für die gehostete Nextcloud planbar.

Warum sich der Wechsel lohnt

Der wichtigste Punkt ist die Datenhoheit. Ihre Daten liegen dort, wo Sie es bestimmen, DSGVO-konform in Deutschland. Dazu kommt die Unabhängigkeit: Weil Nextcloud auf offenen Standards basiert, sitzen Sie in keiner Falle und können Ihre Daten jederzeit mitnehmen. Und die Kosten bleiben planbar, ohne ein Lizenzmodell, das mit jedem neuen Mitarbeiter teurer wird. Warum der Standort so viel ausmacht, lesen Sie im Artikel DSGVO-konformes Hosting.

So läuft der Umzug in fünf Schritten

Ein Wechsel zu Nextcloud ist unkomplizierter, als viele denken. In der Praxis läuft er so ab:

  1. Bestandsaufnahme: Welche Daten, Kalender und Nutzer sollen umziehen?
  2. Bereitstellung: Wir richten Ihre Nextcloud auf deutschen Servern ein, passend für Ihr Team.
  3. Datenübertragung: Dateien und Kalender werden übernommen, in Ruhe und ohne Datenverlust.
  4. Einrichtung: Nutzerkonten, Rechte und die Apps auf den Geräten werden eingerichtet.
  5. Abschaltung: Erst wenn alles läuft, wird das alte System abgeschaltet.

Für wen das passt

Besonders für Unternehmen, Kanzleien und Vereine, die mit sensiblen Daten arbeiten oder schlicht nicht von einem großen US-Anbieter abhängig sein wollen. Wenn Datenschutz für Sie kein Nebenthema ist, führt an einer Lösung wie Nextcloud kaum ein Weg vorbei.

Häufige Fragen

Kann Nextcloud Word- und Excel-Dateien bearbeiten?

Ja. Über die integrierte Office-Lösung öffnen und bearbeiten Sie Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien direkt im Browser, auch gemeinsam mit Kollegen in Echtzeit. Ein zusätzliches Office-Abo ist dafür nicht nötig.

Wie sicher sind meine Daten bei Nextcloud?

Die Daten liegen verschlüsselt auf deutschen Servern, werden täglich gesichert und sind über HTTPS zugänglich. Sie bestimmen, wer Zugriff hat. Da Sie den Server kontrollieren, verlassen die Daten nicht Ihren Einflussbereich.

Kann ich später wieder wechseln?

Ja. Nextcloud setzt auf offene Standards, Ihre Daten lassen sich jederzeit vollständig exportieren. Genau das ist der Vorteil gegenüber geschlossenen Systemen, aus denen ein Umzug mühsam ist.

Wir richten es für Sie ein

Um Installation, Updates und Wartung müssen Sie sich nicht kümmern. Wir hosten Nextcloud als Managed Service DSGVO-konform auf deutschen Servern, richten alles passend für Ihr Team ein und sorgen für Backups und Support. Sie loggen sich ein und arbeiten, den Rest übernehmen wir.