Zugangsdaten im Chat teilen, Passwörter auf Zetteln notieren, überall dasselbe Kennwort: In vielen kleinen Teams läuft es so, bis etwas passiert. Ein Passwort-Manager löst das Problem. Bleibt die Frage, welcher. Dieser Artikel vergleicht Bitwarden und Vaultwarden für kleine Unternehmen und zeigt, wann sich das Selbst-Hosten lohnt.
Warum ein Passwort-Manager im Team Pflicht ist
Ein Passwort-Manager speichert alle Zugangsdaten zentral und verschlüsselt, sodass sich jeder im Team nur noch ein einziges starkes Kennwort merken muss. Statt Passwörter per E-Mail oder Chat zu verschicken, geben Sie einzelne Zugänge gezielt frei. Scheidet ein Mitarbeiter aus, entziehen Sie den Zugriff an einer Stelle. Das ist sicherer und spart im Alltag spürbar Zeit.
Bitwarden und Vaultwarden: der Unterschied
Bitwarden ist ein bekannter Open-Source-Passwort-Manager, den es als Cloud-Dienst und zum Selbst-Hosten gibt. Vaultwarden ist eine schlanke, ressourcenschonende Server-Umsetzung, die mit denselben Bitwarden-Apps funktioniert. Für die Nutzer fühlt sich beides gleich an, die offiziellen Apps für Browser, Desktop und Smartphone bleiben dieselben. Der Unterschied liegt darin, wo der Server läuft und wer ihn betreibt.
| Kriterium | Bitwarden Cloud | Vaultwarden (gehostet bei uns) |
|---|---|---|
| Betrieb | beim Anbieter | auf deutschen Servern, von uns betreut |
| Serverstandort | vorrangig USA | Deutschland |
| Abrechnung | je Nutzer und Monat | pauschal ab 3,30 € / Monat |
| Kompatible Apps | offizielle Bitwarden-Apps | offizielle Bitwarden-Apps |
| Datenhoheit | beim Anbieter | bei Ihnen |
Selbst hosten oder betreuen lassen?
Vaultwarden lässt sich grundsätzlich selbst betreiben, das setzt aber einen eigenen Server, laufende Updates und funktionierende Backups voraus. Für ein kleines Team ohne eigene IT ist das schnell mehr Aufwand als Nutzen, denn ein Passwort-Manager muss zuverlässig erreichbar und aktuell sein. Deshalb betreiben wir Vaultwarden als Managed Service: Ende-zu-Ende-verschlüsselt, auf deutschen Servern, mit täglichen Backups und Sicherheitsupdates. Sie und Ihr Team nutzen die gewohnten Bitwarden-Apps, um Betrieb und Wartung kümmern wir uns. Die grundsätzliche Abwägung zwischen Selbstbetrieb und Betreuung gilt hier wie beim übrigen Hosting, nachzulesen im Vergleich Managed Hosting oder eigener Server.
Für wen sich das lohnt
Für kleine Teams, Kanzleien, Praxen und Vereine, die viele gemeinsame Zugänge verwalten und dabei die Kontrolle über ihre Daten behalten wollen. Wer ohnehin Wert auf deutsche Server und Datenschutz legt, für den ist die gehostete Vaultwarden-Lösung die naheliegende Wahl. Warum der Serverstandort so viel ausmacht, lesen Sie im Artikel DSGVO-konformes Hosting.
Häufige Fragen
Ist Vaultwarden sicher?
Ja. Die Passwörter werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt gespeichert, entschlüsselt werden sie nur lokal auf Ihren Geräten. Selbst der Serverbetreiber sieht die Inhalte nicht. Wir sorgen zusätzlich für Sicherheitsupdates und tägliche Backups.
Was ist der Unterschied zwischen Bitwarden und Vaultwarden?
Bitwarden ist der ursprüngliche Dienst samt offizieller Server und Apps. Vaultwarden ist eine kompatible, ressourcenschonende Server-Umsetzung, die mit denselben Apps arbeitet. Für die Nutzer ändert sich nichts, der Unterschied liegt im Betrieb im Hintergrund.
Welche Apps kann mein Team nutzen?
Die offiziellen Bitwarden-Apps für Chrome, Firefox, Edge, Windows, macOS, iOS und Android sowie die Browser-Erweiterungen. Sie tragen bei der Einrichtung nur die Adresse Ihrer eigenen Instanz ein, alles andere bleibt gewohnt.
Wenn Sie die Passwörter Ihres Teams endlich zentral und sicher verwalten möchten, richten wir Vaultwarden für Sie ein. Bestehende Zugänge lassen sich importieren.